Heute spreche ich in meinem Perry Rhodan Reread-Podcast Stardust ruft Terra, über den 287. Band der Heftromanserie. Mit „Die Halle der Unbesiegbaren“ bringt uns H.G. Ewers zurück zu den Wasserstoffatmern. Das Solare Imperium entsendet mit Atlan einen alten Strategen, der auf seine Erfahrungen mit den Maahks aufbauen kann. In Andro-Alpha wollen die Terraner ein Bündnis mit den Maahks schließen, das den Meistern der Insel den Kampf ansagt. Wie die Geschichte ausgeht und der Roman bei mir ankommt, erfahrt ihr in diesem Podcast.

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5 Kommentare
Kommentieren →Das wohl berühmteste Tibi der Serie erhält von mir 10 Punkte.
Mit diesem Roman wird das Ende der MdI eingeleitet. Nicht die Sprengung von Vario — diese war nur eine sehr starke Erschütterung der Macht. Die Dunkle Seite der Macht wirkte jedoch weiter.
Dass Atlan aktiviert wurde, war ein guter Einfall: der alte Haudegen auf Friedensmission zu den einstigen Feinden — beim Anblick der Maahks auf ihrer Festung hätte er das wohl nie erwartet. HGE hat für mich einen sehr guten Roman geschrieben.
Besonders bemerkenswert sind die Knallerbsen: Die MdI pflanzten den duplizierten Neunvätern diese kleinen biologischen Sicherungen ein. Sobald die Gefahr einer Entdeckung drohte, lösten die Knallerbsen eine gezielte neurobiologische Reaktion aus, die das betroffene Bewusstsein abrupt stört und so ein Weitererzählen effektiv verhinderte, aber dies dann für immer.
Das Bündnis wurde geschmiedet und zeigte große Wirkung. Dem Roman gebe ich 10 Punkte .
Also,
1. Wieso leitet dies das Ende der Meister ein? Das Andromedasechseck zu vernichten, bedeutet die Galaxien voneinander abzutrennen. Ja, die Terraner wären damit vergleichsweise sicher vor den Meister. Sie verbauen sich damit aber gleichzeitig den einfachen Weg nach Andromeda, also die Möglichkeit, den Spieß umzudrehen.
2. Ja, der Roman selber war höchste Klasse. Aber eben nicht wegen seiner Wirkung im Zyklus oder seiner eigenen Qualitäten als Erzählung, sondern wegen seiner Wirkung auf die Serie als Ganzes. Aber selbst die wird übertrieben. Dies ist kein großartiger Ruf nach Frieden. Es ist ein Ruf nach Vorurteilslosigkeit.
Da wird ein militärisches Bündnis GEGEN jemanden geschlossen, kein Friedensvertrag. Die Terraner sichen de Maahks zu, dass sie mit den Tefrodern abrechnen können. Mit voller Gründlichkeit. Die Serie lässt hier Nixon nach China gehen. Es ist ein Triumph der Realpolitik über rassistische Kategorieren, aber eben kein pazifistischer Moment.
Wenn man so will, ist es sogar der Sieg der Ideen Atlans über die Ideen Rhodans. Das Solare Imperium überwindet seine Jugendzeit und verhandelt über die Abgrenzung seiner Interessenssphäre mit den Maahks. Dass dies auf Kosten der Tefrodischen Zivilbevölkerung und der anderen Völker Andromedas geht, ist dabei gleichgültig.
Was den Roman selber angeht. Nun ja, es macht Spaß Atlan zuzuschauen. Aber, auch hier gilt, dass die Prämissen des Romans keinen Sinn ergeben
1. Die Maahks führen keine regelmäßigen Untersuchungen ihres Spitzenpersonals durch, bei der sie einen abgespeckten Reizwellenempfänger entdeckten? Nach ihren Erfahrungen mit den Goldenen?
2. Atlan nimmt keinen Telepathen mit?
3. Die Maahks wissen nichts über Multiduplikatoren? Das kann einfach nicht sein, weil
A – die Geschehnisse um Major Sörlund und seine Leute das eigentlich unmöglich machen
B – die Maahks nicht so inkompetent sein können, dass sie nicht Wracks und tote feindliche Besatzungen untersuchen. Dabei stellten sie dann fest, dass merkwürdigerweise auf vielen Tefroderschiffen gleiche Besatzungsmitglieder zu finden sind, die aber merkwürdigerweise nicht das gleiche biologische Alter haben.
Nein, die Schwächephase ab Band#280 ist auch hier noch nicht vorbei. Es tut mir leid, aber Band#279 war der Höhepunkt des Zyklusses.
Als zentrale Protagonisten lassen sich vor allem Henry Kissinger und – an seiner Seite – Präsident Richard Nixon nennen.
Ja, die Langzeitwirkung war die Attraktion des Romans. Allerdings ist er in dieser Hinsicht nur nur Nixon in China (wer ist Nixon – Atlan oder Rhodan?), sondern auch der Wendepunkt des Imperiums. Es ist vorbei mit dem Kult der Tatkraft. Nein, Rhodan muss sich der harten Wirklichkeit stellen. Die Kassenlage bestimmt die Politik.
Um es mal zu erwähnen. Der Roman selber macht keinen Sinn:
1. Die Maahks führen keine regelmäßigen Untersuchungen ihres Spitzenpersonals durch, bei der sie einen abgespeckten Reizwellenempfänger entdeckten? Nach ihren Erfahrungen mit den Goldenen?
2. Atlan nimmt keinen Telepathen mit?
3. Die Maahks wissen nichts über Multiduplikatoren? Das kann einfach nicht sein, weil
A – die Geschehnisse um Major Sörlund und seine Leute das eigentlich unmöglich machen
B – die Maahks nicht so inkompetent sein können, dass sie nicht Wracks und tote feindliche Besatzungen untersuchen. Dabei stellten sie dann fest, dass merkwürdigerweise auf vielen Tefroderschiffen gleiche Besatzungsmitglieder zu finden sind, die aber merkwürdigerweise nicht das gleiche biologische Alter haben.
So, warum ist das so gewesen? Mir scheint, sie hatten noch Stoff, aber die Sache lief aus dem Ruder. Aus symbolischen Gründen, gingen sie die Meister der Rangordnung nach hoch und erledighten einen nach dem Anderen. Nur ergibt das keinen Sinn. Leute, die Jahrzehntausende lang vor nichts zurückschreckten, um ihre Macht und Sicherheit zu erhalten, und von ganz, ganz hinten führten, entwickeln auf einen Schlag Risikofreude?
Nein, eigentlich sollte jeder Meister mehrere paradiesische Fluchtplaneten haben und auch nutzen.
Ich kann mich da nur wiederholen. So gut das Ende des Zyklusses auch ist, sein natürlicher Höhepukt war Band#279.