Stardust ruft Terra Nr. 260 – Gespenster der Vergangenheit – Kurt Mahr 

Heute spreche ich in meinem Perry Rhodan Reread-Podcas Stardust ruft Terra, über den 260. Band der Heftromanserie. Mit „Gespenster der Vergangenheit“ entführt uns Kurt Mahr auf die geheimnisvolle Welt History. Der Name ist Programm, denn schnell stellt sich heraus, dass die MDI die Terraner schon deutlich länger als vermutet im Blick haben. Die Woolver-Zwillinge gehen in den Einsatz und stellen sich der menschlichen Vergangenheit. Wie die Geschichte ausgeht und der Roman bei mir ankommt, erfahrt ihr in diesem Podcast. 

Wenn ihr mehr über den Weltendieb oder Stardust ruft Terra erfahren wollt, besucht den Blog. Den Link findet ihr in den Shownotes. Wenn ihr Feedback oder eure Meinung mitteilen wollt, schreibt einen Kommentar im Blogpost oder schreibt eine Mail an stardustruftterra@weltendieb.com. Ihr findet mich natürlich auch auf allen gängigen sozialen Netzwerken.

Einen Überblick über alle veröffentlichten Folgen des Stardust ruft Terra Podcast findet ihr unter diesem Link. Solltet ihr beim Hören dieser Episode Lust auf andere Perry Rhodan Podcasts bekommen haben, dann schaut auf jeden Fall im WarpCast vorbei und auch bei den Freunden des Radio Freies Ertrus. Die Intromusik stammt vom Künstler  Sergey Cheremisinov. Der Song heißt Jump In Infinity und unterliegt der Creative Commons Lizenz (CC BY-NC 4.0).

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8 Kommentare

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Guten Morgen,

dieser Roman war tatsächlich eines der ersten PR-Hefte, das ich gelesen habe. Als 12jähriger fand ich ihn phantastisch. Ob meine Bewertung heute ähnlich ausfallen würde, wage ich zu bezweifeln. Es ist schlicht kaum noch möglich, sich unkritisch und unreflektiert in so eine Geschichte fallen zu lassen. So habe ich mich z.B. mal an zwei Romanen von Henry Rider Haggard (Sie & König Salomons Schatzkammer) versucht. Klassiker der Abenteuerliteratur, nicht wahr? Heutzutage aber vollkommen unerträglich.
Triefen geradezu vor Rassismus…

Gute Besserung übrigens.

Tschö,

Jörg

Um den Chefauthor zu zitieren: Es ist Unterhaltungsliteratur. Das bedeutet nicht, dass es geistlos sein muss. Aber die Handlung muss Sinn ergeben. Dass Kolonialterraner sich überhaupt für die aus ihrer Sicht primitive, längst vergangene präatomare Zeit der Erde interessieren, ergäbe keinen Sinn. Noch hat das Solare Imperium ein Interesse daran, solche Teile der Geschichte zu betonen.

Das sollte einem klar sein. Imperialismus und objektive Geschichtsschreibung passen schlecht zusammen.

Klar warst Du. Nur macht es das im Grundsatze nicht richtig. Im Sinne der Zykluslogik, die man hier anschauen muss, weil sich daraus Folgerungen ergeben, erfüllt der Roman drei Zwecke

1) Er wertet die MdI noch mal auf. Die Terraner haben Unsterbliche, die MdI hingegen können einen ganzen Planeten unsterblich machen. Sie stehen also mit einem Fuße auf der Höhe von ES.
2) Er verbietet den Terranern den Rückzug. Die MdI kennen die Erde. Sie werden unvermeidlich vom Andromedavorstoß erfahren. Jetzt heißt es: sie oder wir.
3) Forshadowing. Die Erde ist ihnen wichtig. Und es liegt nahe, dass sie über Zeitreisemöglichkeiten verfügen. Irgendwoher müssen die Neanderthaler kommen.

So, das erklärt, warum sie den Roman schrieben. Er ist effizient.
Aber es erklärt nicht, warum Mahr den Roman so schrieb und das Expose die Vorgaben machte, wie sie gemacht worden sind. Das hat zwei Gründe

1) Serieninnenlogik – wie ich schon ursprünglich erwähnte
2) Der Zeitgeist

Letzteres bedeutet allerdings, dass ich jetzt sehr politisch werden muss und leider auch mit offensichtlichen Schlussfolgerungen auf die aktuelle Tagespolitik.
Man sprach damals nicht über diese Teile der damals jüngsten Vergangenheit. Aber warum? Weil man das für schädlich und sogar gefährlich hielt. Du sprichst immer wieder über den Zeitgeist und wie er die Romane prägte. Die entscheidende Prägung für die Serie erwähnst Du nie. Ich kann sie mit einem Worte zusammenfassen: Hiroshima
Jene Zeit kannte ein einziges überragendes Ziel. Es galt den Dritten Weltkrieg zu vermeiden. Dem gegenüber war alles andere zweitrangig. Wirklich alles andere. Wenn man dafür Naziverbrechen unter den Teppich kehren musste, dann tat man, was tun zu müssen glaubte. Man kann nicht einerseits die Einigung der Menschheit fordern und fördern, aber andererseits lang und breit diskutieren, dass eine der Gruppen, die mit den anderen Gruppen zusammenarbeiten soll, vor nur zwanzig Jahren Mitglieder einer anderen Gruppe brutal abgeschlachtet hatte. Von der Zusammenarbeit sah man aber wiederum das Überleben der Menschheit abhängen.

Der Roman schwieg. Aber eben nicht aus Gedankenlosigkeit oder einer rückständigen Einstellung. Man schwieg damals mit voller Absicht. Mit den Worten einer bekannten britischen Fernsehserie: „Don’t mention the war“

Jetzt kann man sich natürlich auf den Standpunkt stellen, dass man einen einfachen Bericht darüber, wie man einen Roman nach sechs Jahrzehnten findet, abgibt. Fair enough. Nur sollte man das dann auch voll durchziehen. Ich habe nie auch nur einen Hauch Kritik daran, dass Ferrol letzten Endes ein Protektorat Terras ist, gehört. Oder daran, dass sich Rhodan herausnimmt, zu entscheiden, wer unsterblich werden soll. Und so weiter. Man kann den frühen PR nur verstehen und beurteilen, wenn man über den Kalten Krieg nachdenkt und spricht.

Wie bereits im vorherigen Roman sollte man das Tibi nicht eins zu eins als den eigentlichen Inhalt des Romans deuten. Für mich bezieht es sich vielmehr auf die allgemeine Zeitthematik der dort lebenden Menschen.

Zum Thema Kurland und Co.: Wir betrachten diese Ereignisse heute durch die Brille von Deutschen im Jahr 2025. Franzosen und Briten hingegen sehen ihre Vergangenheit unter ganz anderen Gesichtspunkten. Napoleon gilt den Franzosen als Held – obwohl er objektiv betrachtet auch ,ein Massenmörder war. Doch das ist ein weites Feld – siehe Theodor Fontane.Natürlich war der Angriffskrieg des Deutschen Reiches ein Verbrechen und wurde auch in Nürnberg so behandelt

Ich empfand den Roman insgesamt als durchwachsen. Der Chef des MdI erteilte den Auftrag – aber wer gab ihm diesen? Fragen über Fragen. Den nächsten Roman hätte man sich meiner Meinung nach sparen können.

Ich vergebe 7 von 10 Punkten.

Noch eine kleine Anmerkung: Es gibt dazu ein sehr gutes Taschenbuch – *Wächter der Unsterblichkeit*, TB 351. Sehr lesenswert!
Gruß Dietmar

Dürfte ich fragen, welchen? Ich würde sagen, dass 260 + 261 + 262 + 263 eigentlich nur Stoff für drei Romane hatten, aber eigentlich keiner gänzlich hätte wegfallen können.

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