5000 Zeichen # 009:  Vom Fan zum Autor

Ein Traum, den viele hegen: Eines Tages bei „Perry Rhodan“ oder „Jerry Cotton“ mitschreiben oder Romane für „Star Trek“ und Co. beisteuern! Der Weg zum Autorsein führt in den allermeisten Fällen über ein „Larvenstadium“ als Leser. Aber wie wird man Mitarbeiter einer Serie oder eines Franchises, deren bzw. dessen Fan man ist? Und welche Stolperfallen gibt es?

Wie viele Autoren speziell im Heftromanbereich hat Sascha Vennemann erst als Fan jener Serie angefangen, für die er hauptsächlich schreibt. In seinem Fall war das „Maddrax“, für Oli und Ben hießen diese erste Liebe „John Sinclair“ respektive „Perry Rhodan“. Zu diesem Thema haben also alle drei etwas zu sagen. Wir erzählen Anekdoten aus unserem Werdegang, wir geben Tipps und Tricks für Einsteiger – und wir beantworten Eure Fragen!

Ihr habt Fragen zum Thema der jeweils nächsten Folge, Anregungen, Lob oder Tadel? Auf Discord findet ihr die offizielle Community zum neuen Podcast!Einen Einladungslink zum »5000 Zeichen«-Forum auf dem Discord-Server findet ihr hier.

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»5000 Zeichen« ist eine Weltendieb-Produktion.

Diese Episode erhältst du auf Bens Patreon wie immer 14 Tage vor dem offiziellen Erscheinungstermin. 


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3 Kommentare

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Gibt es den Geist einer Serie, wenn sich eine Serie über Jahrzehnte erstreckt und keiner der Originalautoren mehr lebt? Um es ganz ketzerisch zu sagen: Gibt es irgendwo das rhodanistische Manifest in der Redaktion? Oder sieht man das genau andersrum, also, wenn man einem das extra sagen muss, ist man nicht geeignet?

Christian Montillon hat bei einer Autorenkonferenz mal im Scherz gesagt: „Wir schreiben doch sowieso alle nur noch Fan Fiction.“ Aber das stimmt natürlich nicht. Es ist ein Stück weit die alte Schiff-des-Theseus-Thematik: Ist ein Autorenteam noch dasselbe, bei dem über die Jahrzehnte so lange Mitglieder ausgetauscht wurden, bis kein Gründungsmitglied mehr dabei ist? Eine Antwort will ich mir nicht anmaßen. Aber eine Kontinuität ist ja vorhanden, daher würde ich aus dem Bauch raus sagen: Ja.

Ein „Manifest“ gibt es nicht, aber der Kosmos steht und darüberhinaus unterliegt das Wording redaktionellen sog. Hausregeln. Es gibt gewisse stilistische Eigenarten, die du als Perry-Autor internalisieren musst und die ich beispielsweise in meinen eigenen Romanen nicht verwenden würde. Im Groben ist aber allen KollegInnen ihr eigener Stil und ihre eigene Erzählweise belassen. Der Flaschenhals ist eher der Kanon, den Rest zieht im Zweifelsfall der Lektor glatt.

Aus Sicht des Chefautors: Du solltest vor diesen Dingen Respekt haben, aber niemals Ehrfurcht. Wie Oli in dieser Folge schön sagt: Ehrfurcht ist ein schlechter Ratgeber. Wenn du bei diesem Kram zu verkrampft bist und das Ganze als zu sakrosankt behandelst, sinkt dein Potential, spannende Geschichten zu erzählen, auf Null. Im Gegenteil, du musst ein bisschen frech sein, Mut zur Lücke zeigen und keine Angst haben, nötigenfalls auch mal was umzustoßen, sofern du dabei nicht all zu viel zerdepperst. Es ist Unterhaltungsliteratur, nicht der Koran.

Beantwortet das die Frage?

Teilweise. Weil Kontinuität der Autoren eigentlich nicht notwendigerweise Kontinuität der Serie bedeutet. Darf ich Die die Pistole auf die Brust setzen? Sind die Dune-Romane von Kevin Anderson und Brian Herbert in solch einer Kontinuität?

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