Heute spreche ich in meinem Perry Rhodan Reread-Podcast Stardust ruft Terra, über den 292. Band der Heftromanserie. Mit „Der Bahnhof im Weltraumnahnhof“ berichtet William Voltz vom terranischen Vorstoß entlang der maahkschen Bahnhöfe zwischen den Galaxien. Don Redhorse strandet auf der Station der Forrils und muss sich einen Weg ins Innere des Bahnhofes bahnen. Wie die Geschichte ausgeht und der Roman bei mir ankommt, erfahrt ihr in diesem Podcast.

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Einen Überblick über alle veröffentlichten Folgen des Stardust ruft Terra Podcast findet ihr unter diesem Link. Solltet ihr beim Hören dieser Episode Lust auf andere Perry Rhodan Podcasts bekommen haben, dann schaut auf jeden Fall im WarpCast vorbei und auch bei den Freunden des Radio Freies Ertrus. Die Intromusik stammt vom Künstler Sergey Cheremisinov. Der Song heißt Jump In Infinity und unterliegt der Creative Commons Lizenz (CC BY-NC 4.0).
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5 Kommentare
Kommentieren →Moin,
die ist ein Roman, dem ich sehr zwiespältig gegenüberstehe.
So finde ich die Kultur der Forrils ungemein gelungen. Ein wirklich toller Entwurf, schönes World Building, sehr plastisch. Außerdem hat mein Lieblingscharakter Brazos Surfat sein (leider) finalen Auftritt, bei dem er sich als der Held erweisen kann, der sich selbst opfert, um seine Begleiter zu retten.
Dem gegenüber steht das von dir erwähnte „Redhorseproblem“.
Ein „Problem“, das deutlich größer ist, als du es hier schilderst, denn Redhorse hat nicht nur Surfat auf dem Gewissen, sondern auch die Besatzung der Barcelona. Darüberhinaus handelt er von Anfang an wie üblich befehlswidrig und verantwortungslos. Um sein aufgeblähtes Ego zu befriedigen, verläßt er nicht nur das ihm zugewiesene Suchgebiet, nein, er informiert auch niemanden über seinen neuen Standort und hält es auch nicht für nötig, die Entdeckung des Weltraumbahnhofs unverzüglich zu melden. Warum auch? Schließlich ist Forril Station ja nur die wahrscheinlich einzige Möglichkeit der im Vorfeld von Andromeda gestrandeten Terraner einen Weg in Sicherheit zu finden. Da kann man doch besser wertvolle Zeit und nicht minder wertvolle Menschleben riskieren, um sich mal wieder selbst als egozentrischer „Held“ aufzuspielen. Und die Anführungszeichen sind an dieser Stelle mit Bedacht gesetzt, denn während Surfat in diesem Roman tatsächlich eine heldhafte Tat vollbringt, agiert Redhorse wie so oft als prestigesüchtiger, testosterongetriebener Macho. Genauso hat er auf Gleam gehandelt, genauso hat er sich auf Lemur benommen und genauso verantwortungslos hat er im System der Sonneningenieure agiert.
Der Mann hat Hunderte seiner eigenen Leute auf dem Gewissen, hat mehrfach aktiv das Gelingen der gesamten Andromedakampagne gefährdet und hält sich -vollkommen lernresistent- für einen tollen Kerl.
Und jetzt komme mir niemand mit „aber am Ende hat er doch Bedauern gezeigt.“ Das ist Unfug! An dieser Stelle ist Redhorse Major, Von einem Offizier diese Ranges sollte man in einer ernstzunehmende millitärischen Organisation zumindest ein Mindestmaß an Vernunft und Verständnis von operativen und strategischen Notwendigkeiten erwarten können.
Auf gut Deutsch: Ich verabscheue diesen Charakter und auch alle weiteren ähnlich gezeichneten Charktere der Serie. Leider gab und gibt es reichlich von diesen.
So, jetzt habe ich mich genug aufgeregt. Und da in meiner Wohnung mittlerweile fast 30 Grad herrschen, gehe ich jetzt duschen. Zack!
Nachtrag: William Voltz hatte hier mal wieder die Möglichkeit des Doppelvoltzens genutzt: Surfat und Grek 1. Hat man auch nicht alle Tage.
Tschö,
Jörg
Den Kommentar übernehme ich in die Kommende Folge danke!
LG Chris
Gerne. Solange du die Tippfehler unterschlägst, die ich gerade noch gefunden habe. 🙂
Ich gebe mein Bestes
Da würde ich sagen, dass man tiefer blicken muss, auch wenn die Einschätzung von Major Redhorse nicht falsch ist. Nur, mit dem Rang nennt man auch das Problem. Irgendwer muss ihn ja befördert haben.
Die Solare Flotte sieht irgend etwas in ihm. Ich würde sagen, dass da zwei Faktoren mit reinspielen:
1. instutionelle Geschichte
2. Vorbereitung auf den Notfall
Der zweite Faktor ist eher am leichtesten zu erklären. Die Solare Flotte ist im Dauereinsatz. Sie wird immer mal wieder Missionen zu vergeben haben, bei denen der Erfolg der Mission vollständig über dem Erhalt der für die Mission eingesetzten Kräfte steht.
[Ich denke, dass dies der schlimmste Euphemismus, den ich diesen Monat hingekriegt habe, ist.]
Ich halte es für denkbar, dass die Flotte sich mit Absicht einen Kader solcher Leute hält, die dann auch Einsätze brauchen. Den Preis ist man zu zahlen bereit. Es ist wohl auch kein Zufall, dass Redhorse immer wieder die Leute mit Disziplinproblemen als Mannschaften zugeteilt kriegt.
Der erste Faktor ist vielleicht sogar interessanter. Er ist wiederum selber zweigeteilt. Bei gegenwärtigen irdischen Streitkräften stehen Mission und Erhalt der eigenen Streitkräften (und theoretisch gewisse Kriegsregeln) ganz oben.
Bei der Solaren Flotte ist das nicht so. Ihr oberstes Ziel ist die Geheimniskrämerei. Das mag jetzt nicht so einsichtig sein, aber das Schicksal der Erde hing über die Anfangsjahrzehnte völlig an der Geheimhaltung ihrer galaktischen Position. Danach hat die Flotte über Jahrhunderte zuerst nur die Transformkanone und danach den Hü-Schirm geheim gehalten. Das ist eine riesige Leistung.
Dem muss dann auch die Einstellung der Flottenangehörigen entsprechen. Beim ersten Einsatz auf Lepso den Jahressold der Kompanie für einen Harem Kurtisanen von Aralon, Vurguzz und Glücksspiel verjuxt? Schlachtschiff mit halber Besatzung verloren? – Nun ja, solange keine Transformkanaone in feindliche Hände gefallen ist …
Demnach ist Funken an sich schlecht. Funken ist anrüchig. Funksprüche kann man anpeilen und aus ihrer Richtung auf Empfänger schließen. Man funkt bei der Flotte erst, wenn es sein muss.
Und ja, ein KHS stellte solche Überlegungen an. Und ja, dies weist auf dunkle Ecken der Persönlichkeit hin.