Moin, ich bin der Sven, Jahrgang 1980. Aufgewachsen mit den Masters of the Universe, Star Wars und Star Trek the next Generation hat mich Phantastik in jeglicher Form schon fast mein ganzes Leben begleitet und fasziniert. Mit acht oder neun Jahren hatte ich meinen Erstkontakt mit Perry Rhodan – ein staubiger Karton in der hintersten Ecke unserer Scheune, voll mit bunten Heftchen. Mein damaliges Ich, zu der Zeit geprägt vom Lustigen Taschenbuch von Walt Disney, freute sich über die vermeintlichen Comics. 

Beim ersten Durchblättern jedoch Pustekuchen: abgesehen von den Titelbildern war da nix bunt. Etwas enttäuscht landeten die Dinger erstmal in meinem Zimmer, bis mein Vater mich darauf ansprach und mir erklärte, was es damit auf sich hatte. Ich hatte seine alte Sammlung gefunden, die ersten 50 Hefte der fünften Auflage der größten Science Fiction Serie der Welt: Perry Rhodan. Nun doch angefixt begann ich “Unternehmen Stardust” zu lesen und ab diesem Zeitpunkt war es literarisch um mich geschehen.

Nun doch angefixt begann ich “Unternehmen Stardust” zu lesen und ab diesem Zeitpunkt war es literarisch um mich geschehen.

Sven, Weltendieb

In mittlerweile etwas reiferem Alter begleitet mich der unsterbliche Terraner noch immer und ist eine Konstante in meinem Leben geworden. Dank Erstauflage, NEO und jährlichen Miniserien geht zudem der Löwenanteil meiner Lesezeit dafür drauf. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich nichts anderes mehr lese. Angefangen bei Klassikern von Hemingway über aktuelle Science Fiction und Fantasy bis hin zu Sachliteratur in verschiedener Ausprägung – was mir interessant erscheint wird gelesen. Ein Leben ohne Bücher ist möglich – aber sinnlos.

Wenn ich über einprägsame Leseerfahrungen nachdenke, fallen mir spontan drei ein. Zunächst der Perry Rhodan Silberband Nummer 5 – Vorstoß nach Arkon. Als Kind hat mich dieser Band und ganz besonders die Story um Harno so sehr fasziniert, dass ich die 400 Seiten am Stück verschlungen habe. Ob das heute noch so wäre sei dahingestellt, aber diese Erinnerung bleibt.

Als zweites Erlebnis die erste Lektüre Der Herr der Ringe, welcher in Sachen Fantasy tatsächlich für mich das Maß der Dinge ist. Bevor ich Tolkiens Werk gelesen habe, war Fantasy für mich maximal als Pen & Paper-Rollenspiel ein Thema. Wenn es einen Schalter gäbe, um ein Buch aus dem Gedächtnis zu löschen und neu erleben zu können, wäre es mit Sicherheit Der Herr der Ringe.

Das dritte Leseerlebnis ist erst wenige Tage alt. Ich habe erstmals freiwillig Hemingways Der alte Mann und das Meer gelesen. In der Oberstufe, zwangsweise und auf englisch ist die Novelle an mir vorbeigeplätschert, nun im selbstgewählten Re-Read ist für mich mehr als klar geworden, warum Hemingway dafür einen Pulitzerpreis und den Literaturnobelpreis gewann. In der schlichten Einfachheit der Geschichte liegt dermaßen viel Tiefe, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. 

Abseits des Lesens betreibe ich aktiv Kickboxen und Fitness. Was dann neben dem Beruf – von irgendwas muss ich die Bücher ja auch kaufen – noch an Freizeit übrig bleibt, gehört meiner Familie. Auch zwei Kinder und eine Ehefrau wollen überraschenderweise gelegentlich Zeit mit mir verbringen.